Vilnius / Litauen

Vilnius / Litauen

Vilnius, früher Vilna, ist die größte Stadt Litauens und flächenmäßig die größte Stadt des Baltikums. Der historische Stadtkern von Vilnius zählt zu den größten in Osteuropa und ist ein Unesco-Weltkulturerbe.

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Aufgrund der über 50 Kirchen der Stadt trägt Vilnius auch den Beinamen „Rom des Ostens“.

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Prägender Baustil der Innenstadt ist der Barock. An vielen Gebäuden lässt sich die für den Barock typische Auflösung der klaren Formen, hin zu schwingenden, konkaven und konvexen Formen erkennen. Runde Formen, Kuppeln, Säulengruppen, Giebel und Fensterbekrönungen mit reichem ornamentalem Schmuck finden sich auch abseits der Touristenpfade.

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Die Stadt liegt in einer bewaldeten Hügellandschaft im Südosten Litauens an der Mündung des Flusses Vilna in die Neris. Etwas Nördlich von Vilnius befindet sich der geographische Mittelpunkt Europas. Der Fluss Neris bildet für Touristen einen guten Orientierungspunkt. Die historische Altstadt liegt auf der einen Seite. Auf der anderen Seite findet man die nicht touristische Stadt mit den Geschäftsvierteln, Wohnhäusern und Verwaltungsgebäuden. Für Shopping-Freunde lohnt sich jedoch die Neris zu überqueren und die -noch fußläufig erreichbaren- Einkaufszentren aufzusuchen.SAM_1758SAM_1761

Ausgehend vom Burgberg bildet das Straßennetz der Altstadt von Vilnius in Richtung Westen und Süden eine fächerartige Struktur. Als Tourist kann man sich gut am Verlauf der Stadtmauer orientieren. Außerhalb der Stadtmauer enden die Sehenswürdigkeiten. In der historischen Stadtmauer von Vilnius findet man „Das Tor der Morgenröte“. Es ist eines der wichtigsten Kultur- und Architekturdenkmäler der Stadt. Jedoch ist es auch -der einzige Ort in der Stadt-, an welchen man von Bettlern und Drogenabhängigen belästigt wird. Dieser Umstand lädt nicht gerade zum langen verweilen auf. Von der dem Stadtinnern zugewandten Seite aus führt eine Treppe zu einer Galerie im oberen Bereich des Tores hinauf, wo sich eine Marien-Ikone befindet. Pilgern sollen an dieser Stelle Wunderheilungen zuteil geworden sein. Folglich hat es sich zu einem bedeutenden Wallfahrtsort entwickelt.

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Vom Tor der Morgenröte gelangt man unweigerlich auf den Rathausplatz. Der dreieckige Rathausplatz entstand im 14 Jahrhundert und ist einer der ältesten Plätze des Landes. Auf der Stirnseite des Platzes befindet sich eines von drei Rathäusern der Stadt. Das 1503 erstmalige Rathaus beinhaltet neben einem Gerichtssaal und einem Archiv auch ein eigenes Gefängnis.

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Vom Rathausplatz hat man mehrere Möglichkeiten die Stadt zu erkunden. Es gibt 3 große Straßen, welche alle den Berg hinab führen und sich -durch die fächerartige Struktur- alle wieder an der Kathedrale Sankt Stanislaus bzw. der Burg treffen. Man kann sich nur schwer verlaufen. Immer nur bergab kommt man irgendwann zur Neris und von dort aus kann man die Burg oder den gegenüberliegenden Europa-Tower gut erkennen. Es lohnt sich alle großen Straßen abzugehen, da es immer wieder etwas zu entdecken gibt.

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Zentraler Platz für touristische Aktivitäten ist die Vilniusser Kathedrale St. Stanislaus und St. Ladislaus. Von hier aus gelangen Sie zur Burg und neben den neben dem rekonstruierten Schloss.SAM_1747SAM_1746SAM_1750

Wie bei vielen Kirchen des Baltikums ist der Kirchtrum der Kathedrale freistehend. Der Glockenturm war ursprünglich ein runder Verteidigungsturm der unteren Burg. Dieses ist an den Schussluken im unteren Teil des Turmes auch noch gut zu erkennen. Aufgrund des weichen Untergrundes steht der 57 Meter hohe Turm heute etwas schief.

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Neben der Kathedrale befindet sich das heutige Wahrzeichen von Villnius, der 142 m hohen Burgberg, mit dem achteckigen Gediminas-Turm.

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Hinter dem Burgberg befindet sich das Litauische Nationalmuseum. Von hier aus hat man die Möglichkeit, durch eine 71 Metern lange und 35 Sekunden dauernde Bergfahrt, mittels Schrägaufzug, zum Turm zu gelangen. Kostenlos ist dieses natürlich nicht, sodass wir uns -wie viele andere Besucher auch- für einen der beiden Fußwege entschieden haben.

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Peking – Qianmen-Road

Peking – Qianmen-Road

Quianmen-Road

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Ein schöner Fußmarsch (von unserem Hotel aus) zum Platz des Himmlischen Friedens führt durch die Qianmen-Road.
Diese „Fußgängerzone“ ist 840 m lang und 21 m breit.

Alte Fassaden

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Die Fassaden der Geschäfte sind in der Außenfront im Stil der Quing-Dynastie verkleidet.

Renoviert in 2008

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Geschichtlich hat die Straße eine über 570 Jahre alte Tradition als Einkaufsstraße.
Vor Olympia 2008 wurde die Straße über 1 Jahr lang komplett renoviert.

Skulpturen

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Insgesamt gibt es 9 größere Skulpturen, die an alte Handwerkstraditonen und große Eroberer erinnern
sollen. Diese sind beliebte Fotomotive.

Quanjude Ente

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Hier findet man auch ein Restaurant der Quanjude Kette. Dieses gilt als bester Ort in Peking um
Ente zu essen. Das Restaurant hat ein über 150 jährige Tradition und wird von Einheimischen und
Touristen wärmstens empfohlen.

Madame Tussauds

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Sie haben auch die Möglichkeit Madame Tussauds zu besuchen. Allerdings sind viele der berühmten Persönlichkeiten mir,
als Nicht-Chinesen, gänzlich unbekannt.

Dangdang Che

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Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass es eine Straßenbahn ( Dangdang Che) gibt, die von einem Ende ans andere Ende
der Straße fährt. Es war uns jedoch unmöglich herauszufinden, wie man Tickets für die Fahrt kaufen kann.

 

Warschau / Polen

Warschau / Polen

Unsere letzte „Auslandsstation“ führte uns nach Polen.

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Warschau ist die neuntgrößte Stadt der Europäischen Union und eines der wichtigsten Wirtschaftszentren in Mittel- und Osteuropa. Darüber hinaus kommt Polens Hauptstadt auch eine große kulturelle Bedeutung zu. Touristisch dürfte die gut erhaltene historische Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) das Hauptargument für einen Besuch bilden.

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Große Reiseportale loben Warschau jedoch auch für das kulturell Angebot und die Aufbruchsstimmung in der Stadt. Es sei eine der 10 Städte, wo man unbedingt gewesen sein soll. Um es gleich vorwegzunehmen, „das“ können wir nicht bestätigen.

Die Hauptstadt Polens war lange als „graue Stadt“ verschrieen. Das ist jedoch ein Irrglaube. Fast 25% der Stadtfläche besteht aus Grünanlagen. Darüber hinaus bieten sich an der Weichsel viele Plätze zum Ausruhen und Entspannen an.

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Die Stadt selbst hat eine lange und faszinierende, aber auch tragische Geschichte. Als Tourist wird man automatisch immer mit den Zweiten Weltkrieg und mit dem Warschauer Ghetto konfrontiert werden. Der Warschauer Aufstand hat für die einheimische Bevölkerung immer noch einen sehr hohen Stellenwert. Die kommunistischen Zeiten haben die meisten Bewohner noch selbst erlebt und sind durch viele Gebäude unverkennbar im Stadtbild zu finden. Herausragendes Beispiel (im wahrsten Sinne des Wortes) ist der 230 Meter hohe Kulturpalast.

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Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist der ältestes Stadtteil , die Altstadt, Stare Miasto. Die Wurzeln dieses Stadtteils gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück und bilden das historische Zentrum von Warschau .

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Auf der Gemarkung des heutigen Königschlosses wurde zunächst eine Burg durch dem Vorläufer des die Herzöge von Masowien errichtet. Im Rahmen des Baus der Burg entstanden die ersten Ansiedelungen. Einher gehend mit dem Bau der Burg wurde auch schnell eine Stadtmauer errichtet. Im Inneren der Stadtmauer siedelten sich die reichsten Bürger der Stadt an. Die Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg zum Großteil (zu etwa 90%) zerstört. Die heutige Altstadt ist somit „nur“ eine Rekonstruktion der früheren Stadt.

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Ausgangspunkt für eine Besichtung der Altstadt dürfte für die meisten Touristen der Schlossplatz (Plac Zamkowy) sein, von der Vorderseite vom Königsschloss sein. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist dieser gut zu erreichen und auch eine beliebte Haltestelle der Touristenbusse. Ebenso ist es Startpunkt der meisten Stadtführungen.

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Auf dem Schlossplatz findet man die 22 Meter hohe Sigismundsäule. Bereits 1644 wurde die Statue von Sigismund III aufgestellt. König Sigismund der III ist dafür verantwortlich, dass Warschau die Hauptstadt Polens wurde.
Im Herzen der Altstadt findet sich der Marktplatz (Rynek Starego Miasta). Dieser wurde im 13. Jahrhundert auf einer 90 x 73 Meter großen Fläche errichtet. Heutzutage findet man am Marktplatz hauptsächlich Restaurants und Cafés, welche vorwiegend polnische Spezialitäten anbieten. Selbstverständlich mit einem Touristen-Aufschlag. Seit 1855 befindet sich auf dem Marktplatz eine bronzene Skulptur, die das Warschauer Stadtwappen (Syrenka) darstellt. Bis 1811 stand an gleicher Stelle noch das Rathaus der Stadt.

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Die Neustadt (Nowe Miasto) schließt sich direkt an die Altstadt an. Als Tourist folgt man am besten der Ulica Freta (Fretastraße), da sie sich durch die gesamte Neustadt zieht. Es empfiehlt es sich am Ende bis zum Plac Krasinkich weiterzugehen. Von dort aus kann man durch den dortigen Park (Ogrod Krasinskich) zur Metrostation Ratusz Arsenal gelangen. In der Neustadt findet man deutlich weniger Sehenswürdigkeiten. 3 Kirchen und der Sapieha Palast bilden die architektonischen Highlights der Strecke.

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Warschau bietet alle Museen, die man von einer Hauptstadt erwartet (Archäologisches Museum, Naturkunde Museum, Historische Museum, Technisches Museum, Kunst … etc). Darüber hinaus sind Chopin, Kopernikus und Curie noch eigenen Museen gewidmet.

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Für viele Besuche dürften jedoch die Museen zum Warschauer Ghetto, des Warschauer Aufstands und das Polin –das Museum der Geschichte der polnischen Juden- auf der Besucherliste ganz oben stehen.

Das damalige Warschauer Ghetto erstreckte sich, grob gesagt, zwischen den Straßen: Okopowa und Zelazna (im Westen), Stawki (im Norden), Andersa (im Osten) und Sienna (im Süden). In diesem Bereich findet man auch einige Sehenswürdigkeiten, die an die damalige Zeit erinnern.

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Das Denkmal des Warschauer Aufstandes findet man vor dem Gebäude des „Obersten Gerichts“ Polens.

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Dabei ist die Fassade des Gerichts mit in das Denkmal integriert. Die Fassade wird von Säulen geschmückt, welche in lateinischer und polnischer Sprache die Grundlagen des „europäischen / römischen Rechtsverständnis“ wiedergeben.

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