Airbnb-ein Versuch – Hostels und Hotels sind teuer in Melbourne

Ich probierte es mit Airbnb, nachdem ich die Hostel- und Hotelpreise bei booking.com gesehen hatte – die Anmeldung war einfach und die Auswahl nicht schlecht. Mein bevorzugtes Übernachtungsziel war der Raum Seddon, Yarraville, Kingsville, Footscray.

So bin ich dann in Yarraville bei Gail gelandet – sie ist eine angenehme, sehr charmante, hilfsbereite und um das Wohl ihres Gastes bemühte Vermieterin.

Das Zimmer war eine Art an das Haus angebaute Laube mit einem Badezimmer, das eine Badewanne hatte. In Australien kommt die Dusche direkt aus der Wand, die bekannten, bei uns zum Standard gehörenden Handbrausen sind nicht üblich.

Die Laube hatte ein Wellblechdach – es regnete viel und stark – , einen Minikühlschrank, eine Art Schrank, ein Bett für 1 Person, einen Sessel und eine Labtopauflage für die Oberschenkel, einen Teekocher und das allerwichtigste: einen elektrischen Heizkörper. Den ich bis auf wenige warme Tage auch dringend benötigte. Einen Tisch und einen Stuhl gibt es nicht, dafür im Bad einen Kommode, von der drei Schublagen benutzt werden dürfen.

Vor der Laube ist eine kleine überdachte Sitzgruppe mit Blick auf einen kleinen Garten, der Eingang ist separat.

Alles wirkt wie ein kleines Museum mit der charmanten Patina vergangener Zeiten, gepaart mit der Lässigkeit der Melbourner. Einmal die Woche wird geputzt, die Bettwäsche und die Handtücher gewechselt.
Jeden Morgen gibt es Müsli und ein Stück Obst, ich hab dann in der Regel im Stehen gefrühstückt.

Die Laube liegt in einer ruhigen Seitenstrasse; die Entfernung zum Bahnhof Yarraville sind ca. 10 Minuten. Die Metro fährt häufig, in die City sind es ca. 15 Minuten Fahrzeit.
Am Ort bekommt man die Lebensmittel des Grundbedarfs.

Leider (für mich) ist kein morgenlicher Singsang der Vögel zu erwarten, sondern eher das Krächzen der Kakadu´s. Und, zu meinem Leidwesen, stand der Wind oft so ungünstig, dass die landenden Flugzeuge über Yarraville in Richtung Airport eindrehten (und schon  tief waren – die Räder waren ausgefahren). Das kann zu anderen Zeit anders sein.

Zusammenfassend gesagt: ich habe ich mich wohl gefühlt – wer ein sehr sauberes und ordentliches Zimmer im „deutschen Sinne“ bevorzugt, sollte sich hier eher nicht melden.

Hier noch meine airbnb – Bewertung:
Werner was pleasant, respectful, quiet & left the room in very good order. Although his English was a little limited, we communicated quite well, although he was out most of the time and interaction was limited. No hesitation to recommend him as a guest.