Auf nach Israel (über Istanbul)

Glücklicherweise konnte ich einen sehr günstigen Flug nach Tel Aviv ergattern. Bedingt war der günstige Preis durch sechs Stunden Aufenthalt in Istanbul. Somit schmiedete ich den Plan, die Zeit des Aufenthaltes in Istanbul für einen kurzen Besuch der Stadt zu nutzen. Geplant war ein Foto am Bosporus und vor der Hagia Sophia.

Am frühen Morgen ging es los zum Flughafen. S-Bahn-Fahrt und Einchecken verlief ohne Probleme. 90 Minuten vor dem Einchecken in Istanbul sollte ich mich spätestens am Gate einfinden. Noch schnell etwas Geld getaucht und ab zum Gate. Der Flug hatte sich um 30 Minuten verspätet. Nun verbleiben noch vier Stunden für Istanbul.

Flug nach Istanbul

Am Frankfurter Flughafen beobachtet ich mehrfach Passagiere in Begleitung bzw. mit einer Escorte der Bundespolizei. Dabei hielten die Polizisten das Ticket in der Hand. Eine Erklärung hierfür hatte ich nicht, da die Personen nicht nach Flüchtlingen oder Kriminellen aussahen. Um Abschiebungen konnte es sich nicht handeln. Mein Sitznachbar im Flugzeug war ein redseeliger Flughafenmitarbeiter. Dieser erklärt mir, dass es sich um Inhaber von First-Class-Tickets der „Elite-Fluggesellschaften“ (drei Fluggesellschaften die einen besonderen Vertrag mit der Fraport halten) handelt und diese eine Eskorte erhalten. Bei bis zu 22.000 Euro für Ticket ist dieses zumindest nachvollziehbar. Der Diebstahl des Tickets würde zwar nichts bringen (Ausweiskontrolle am Gate), es ist jedoch zu vermuten, dass diese Personen stets etwas mehr Geld und Wertgegenstände mit sich führen.

Der Flug nach Istanbul verlief reibungslos. Das Essen war nichts Besonderes aber auch nicht zu beanstanden. Aus dem Fenster konnte ich einen kreisrunden Regenbogen fotografieren.

Runder Regenbogen über den Wolken

In Istanbul angekommen habe ich den Flughafen ohne lange Wartezeit verlassen. Die Beschilderung war nicht zu beanstanden und die U-Bahn schnell gefunden. Der Ticketautomaten ist bedienungsfreundlich. Geld einwerfen, Jeton erhalten, Jeton einwerfen und das Drehkreuz passieren. Bei jedem Umsteigen (sobald die Blattform verlassen wird) ist ein neuer Jeton zu kaufen. Die Züge sind veraltet und nicht gerade sauber. Es scheint in Istanbul nicht üblich zu sein, den Sitzplatz älteren Personen oder schwangeren Frauenanzubieten. Ebenso scheint es unüblich, Taschen von den Sitzen zu nehmen um anderen Passagieren die Möglichkeit zum Sitzen anzubieten.

Unterwegs in Istanbul

Mein Ziel war die Haltestelle Sultanahmet (Blaue Mosche). Eindeutig auf der blauen Linie. Somit bleiben mir zwei Möglichkeiten zum Umsteigen (vom Flughafen aus fährt nur die rote Linie). Ich stieg an der ersten Möglichkeit (Zeytinburun) um. Im Nachhinein war dieses ein großer Fehler, da die rote Linie deutlich schneller unterwegs ist. Die blaue Linie führte mich durch die tatsächliche Stadt. Dort wo die Einheimischen tatsächlich leben, arbeiten und einkaufen. Wirklich schön sind diese Stadtviertel nicht. Die Straßenbahn war sehr langsam und somit war ich gezwungen umzukehren um rechtzeitig wieder am Flughafen zu sein.

Bis hier hin & zurück zum Flughafen

Ohne große Probleme bin durch die Sicherheitschecks pünktlich zum Gate gelangt. Wiedererwartend war dort nichts. Nach ca. 30 Minuten kam der Sicherheitsdienst und bat mich (und weitere Passagiere) uns ca. 25 Meter weiter hinzusetzen. Es wurde ein rotes Band gespannt und anschließend passierte erstmal 30 Minuten gar nichts. Nach dieser Zeit durften wir uns wieder in den nun abgesperrten Wartebereich setzen. Lediglich unser Ticket mussten wir vorzeigen. Sinnig erscheint dieses nicht.

Der Flug nach Tel Aviv war wiederum problemlos. Von meinem Sitzplatz aus hatte ich einen schönen Ausbilick auf die Küste und mit zunehmender Dunkelheit konnte ich ausgezeichnet die einzelnen Städte erkennen.

Ben Gurion Airport

Die ersten Meter in Tel-Aviv sind mit jedem Flughafen der Welt vergleichbar. Englische Werbung mit westlich aussehenden Models, mehrsprachige Beschriftung und Verwendung der uns bekannten Symbole für Notausgang, Kofferabholung, Zoll etc. Wenig später führt eine lange Rampe nach unten zur Gepäckausgabe. Die hier verwendeten Steine und die Palmen zeigen nun deutlich, dass man sich nicht in den USA oder Europa befindet.
Vor der Passkontrolle musste ich ca. 20 Minuten warten, was jedoch der Vielzahl der Passagiere geschuldet war. Die Kontrolle an sich war nach 30 Sekunden beendet. Israel stempelt keine Pässe mehr, stattdessen erhielt ich ein blaues Ticket in meinen Pass gelegt. Schnell noch das Gepäck vom Band genommen und ich war in Israel angekommen.