Busfahrten / Taxi – Uber

Brasilien ist das Land der Busse. Jeder Ort hat seine Bushaltestelle, die grösseren Orte ihren Busbahnhof, der Rodoviária.
Die Tickets kann am Schalter mit der Vorlage des Passes oder online, auch mit der Passnummer. Busfahren ist preiswert, so hat bspw. die Busfahrt von der Atlantikküste bei Blumenau bis zur Grenze Argentinien/Paraguay umgerechnet circa € 60,00 gekostet. In der Kategorie mit den Liegesitzen (die vergleichbar mit The Ghan in Australien sind). Das Ticket hat eine Sitzplatznummer, der Bus kann nur unter Vorlage des Passes und des Tickets betreten werden. Für das Gepäck bekommt der Reisende einen Zettel mit einer Nummer, nur damit wird am Ankunftsort das Gepäck ausgehändigt.
Ich fühlte mich in den Bussen sicher, es war auch in der „Holzklasse“ komfortabel. Die WCs an Bord testete ich nicht, alle 3-4 Stunden wurden Raststätten angefahren mit der Möglichkeit für einen Imbiss; und mit sauberen Toiletten.

Die Strecken waren Blumenau über Coritiba nach Foz do Iguacu, Sao Paulo nach Paraty und von Paraty nach Rio de Janeiro.
Die Nachtfahrt von Blumenau zu der Stadt der Wasserfälle war, es sei erwähnt, die einzige ruhige Nacht in Brasilien. Sonst sorgten PKW´s und LKW´s, feiernde Nachtschwärmer oder Hostelmitarbeiter zumindest für keinen festen Schlaf.

Nicht vergessen seien die Stadtbusse in Foz do Iguacu und in Rio de Janeiro. Von Komfort und ausreichend Sitzplätzen kann da nicht die Rede sein. Es sei denn, der Fahrgast steigt an den jeweiligen Endstationen ein.

Übrigens Einstieg, Stadtbusse haben keinen festen Fahrplan. Man stellt sich an eine Haltestelle. Informiert sich vorher welche Buslinie zum Ziel fährt, späht angestrengt zur Nummernanzeige an der oberen Vorderfront und winkt dem Fahrer zu. Der dann auch hält; geschafft – man kann einsteigen. Gut ist es, das Fahrgeld abgezählt bereit zu halten … meiner Erfahrung nach haben die Schaffner kein Wechselgeld vorrätig (honi soit qui mal y pense).
Christoph schrieb in seinem Beitrag über die Moskauer U-Bahn (siehe Metro Moskau) einen Satz zur Höflichkeit junger russischer Menschen, Älteren einen Sitzplatz anzubieten. Bei all dem Lob über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft im Süden von Brasilien – hier unterscheiden sich junge Russen und junge Brasilianer doch sehr.

Ein Wort noch zu Taxi und Uber. Mit dem Taxi fahren ist in Brasilien im Vergleich zu Deutschland preiswert. Als Beispiel sei die Taxifahrt benannt von Recreio dos Bandeirantes, einem Stadtteil von Rio, zum internationalen Flughafen auf der Ilha do Governador (um die 50 km und eine Stunde Fahrzeit). Umgerechnet € 38 war die Summe.  In Rio werden die Türe des Taxis verriegelt und nach 22 Uhr werden aus Sicherheitsgründen die roten Ampeln überfahren.

Uber hat in Sao Paulo geklappt, in Rio de Janeiro leider nicht. Die App ist in der Standortgenauigkeit nicht zu 100 % ausgereift.