Manege-Platz (Manezhnaya)

Der Manege-Platz (Manezhnaya) verbindet den Roten Platz mit der vielbefahrenen Tverskaya Straße.

Er ist Metro-Knotenpunkt mit drei U-Bahn-Stationen: Okhotny Ryad, Ploshchad Revolyutsii und Teatralnaya. Neben diesen drei Bahnhöfen ist in unmittelbarer Nähe ein weiterer zentraler Bahnhof. Der Alexandrowski Sad, einziger unterirdischer Moskauer U-Bahnhof mit zwei Seitenbahnsteigen anstatt des sonst üblichen breiten Mittelbahnsteig.

Auf dem Manege-Platz wird zum Zeitpunkt unseres Besuches ein Markt mit Fürchten, Gemüse und Brot abgehalten. Am Rande des Platzes bieten Händler T-Shirts mit dem Abbild Putins und allerlei Matroschka -Figuren an.
Benannt ist der Platz nach dem 180 Meter langen im klassizistischen Stil erbauten Gebäude, der ehemaligen Reitschule eines Infanterieregiments. Heute beinhaltet dieses Gebäude eines der größten kulturellen Ausstellungskomplexe Moskaus.
In Kremlrichtung ist über der unterirdischen gelegenen Shopping-Mall Ochotny Rjad eine rotierende Kuppel angebracht. Diese Kuppel ist eine Weltzeituhr (nördliche Hemisphäre) mit Kennzeichnung der wichtigsten Städte der Welt. Aus den unter der Kuppel verlaufenden Uhrzeitband ist die jeweilige Uhrzeit ablesbar. Umgeben ist die Kuppel mit einem kleinen Fontänen beinhaltenden Wasserbecken.

Das ehemalige Flussbett des Neglinnaja Flusses ist durch eine großflächige Brunnenanlage nachgebildet. Zentraler Punkt dieser Anlage, an welcher diverse Figuren aus russischen Märchen angebracht sind, ist ein Brunnen mit vier Pferden. Nach langer Internetrecherche habe ich herausgefunden, dass es der Voskresenskiy Brunnen ist, was übersetzt Vier-Jahreszeiten bedeutet. Der Brunnen ist von Z. Tsereteli gestaltet, welcher ebenfalls für das Denkmal für Peter den I. verantwortlich ist und gerüchtweise federführend am Design des  Euro-Disneyland in Paris mitwirkte.
Östlich des Platzes steht das Hotel Moskau. Auffällig ist die unterschiedliche Bauart der Ecken der Hauptfassade. Die bekannteste Geschichte hierzu lautet, dass Stalin eigenhändig Zeichnungen an den Entwürfen zum Gebäude vornahm. Dieses auf einer Seite des Planes. Keiner der beteiligten Personen traute sich nachzufragen, könnte es doch als Kritik verstanden werden, Stalin habe die andere Seite vergessen oder übersehen. Heute ziert das Gebäude das Label der Wodkamarke Stolichnaya .

Vom Rand der Tverskaya Straße ist die Duma, das russische Parlament, zu sehen. Für uns ist es der Startpunkt der hop-on-hop-off Stadtrundfahrt.