Peking Hotel Dong Fang

In Peking buchten wir, der Empfehlung eines Reisebüros folgend, das Hotel Dong Fang. Es ist ein Standard Mittelklassehotel und trumpft mit zwei wesentlichen Pluspunkten auf. Erstens: die Nähe zur U-Bahn Station in der Hufang Road. In ungefähr fünf Minuten Entfernung findet sich eine U-Bahnstation, von welcher der Platz des himmlischen Friedens in 10 bis 15 Minuten erreicht wird. Zweitens: das reichhaltige Frühstückbuffet.

Abzüge bekommt das Hotel für die Lage. In der Nähe ist ein Krankenhaus und somit ist immer Straßenverkehr wahrzunehmen. Die Gegend ist ärmlich und in der Querstraße befindet sich ein kleiner Rotlichtbezirk. Es handelt sich um „wartende Prostituierte“. Problemlos ist die Straße zu durchqueren ohne angesprochen oder „belästigt“ zu werden. Die Getränke im Hotel sind teuer. Das ist jedoch weniger ein Problem, da es in unmittelbarer Nähe kleine Shops mit Getränken und Obst gibt. Das Hotel bewirbt sich mit einem Foto eines  dreistöckigen Hauses mit Garten. Das ist ein Teil des Hotels – das eigentliche Hotel ist das „Hochhausdreieck“ im Hintergrund.

Unser erster Eindruck war ambivalent. Die Hotel-Mitarbeiter nahmen zunächst unsere Pässen in Empfang, um anschließend für circa zehn Minuten zu verschwinden. Das wäre weniger irritierend gewesen, wenn die Mitarbeiterinnen zumindest Englisch gesprochen hätten. Nach dieser Wartezeit wurden wir von einer englischsprachigen Mitarbeiterin freundlich begrüßt und es wurde ein Kaltgetränk serviert.

Unser Zimmer im elften Stock bot einen Ausblick – sofern es der Smog zuließ – bis zum Platz des himmlischen Friedens. Die Betten waren, durch zwei aufeinander gelegt Matratzen, angenehm hoch. Das Zimmer war sauber und verfügten über eine, zumindest in einem kleinen Temperaturbereich verstellbare, Klimaanlage.

Die Badezimmer sind mit einem großen Waschbecken mit beleuchteten Spiegel, Fön, WC und Dusche ausgestattet. Handtücher sind ausreichend vorhanden. Allerdings sind die Handtücher imprägniert, was das Abtrocknen mehr zu einem Abreiben des Wassers umgestaltet.

Im Preis inbegriffen ist das umfangreiche Frühstücksbuffet. Dieses ist für chinesische und europäische Gäste ausgelegt. Alle Speisen sind beschriftet und werden regelmäßig nachgefüllt. Trotz der Standards wie Brot, Brötchen Croissants, Toast, Müsli, Würstchen, Schinken, frischen Obst, Aufschnitt und diversen Eier-Variationen habe ich mich vorwiegend an den chinesischen Speisen bedient. Hier habe ich auch die berühmten Urin-Eier probiert. Nach drei Stück war ich mir aber sicher, dass diese nicht weit oben auf meiner Favoritenliste landen werden. Neben Kaffee, Tee und Wasser werden täglich insg. fünf Säfte gereicht. Neben Orange und Apfel gab es eher Exoten wie eine Kiwi-Melone-Mischung, Granatapfel und Kumquat.

Als verstecktes Highlight des Hotels erwiesen sich im Nachhinein die zur Verfügung gestellten Einweg-Hausschuhe. Über den Rest der Reise (und auf unseren weiteren Reisen) wurden diese Hausschuhe durch meinem Vater und mich immer wieder gerne genutzt. Es handelt sich um perfekte Reisehausschuhe.