Haifa

Haifa

Haifa die die drittgrößte Stadt Israels.
Bergig, ein großer Hafen und viele Russen bzw. russischstämmige Israelis.

Das Stadtbild wird dominiert vom Unesco Weltkulturerbe, dem Schrein des Bab. Genauer gesagt vom Schrein und den einen Kilometer langen Terrassen (Bahai-Gärten) über und unter dem Schrein.

Gärten und Schrei der Bahai

Neben dem Bahnhof gelegen ist das 68 Meter hohe Dagonsilo zur Speicherung von Getreide das auffälligste Gebäude.

Dagonsilo am Bahnhof

Im Küstenbereich bestimmen Industrieanlagen und der Hafen das Stadtbild. In Bahnhofsnähe befinden sich die Anlegestellen großer Kreuzfahrtschiffe.

Hafen und Industire am Bahnhof und der Küste

Haifa liegt am Nordhang des Karmelgebirges und somit hat sich die Verkehrsführung den geographischen Gegebenheiten anpassen. Je höher man sich begibt, umso kleiner werden die Straßen. Eine Ausnahme bildete die Louis Promenade, welche einen schönen Ausblick von oberhalb des Stadtgebietes bietet. Wer nicht so weit gehen möchte, kann die Yefe Nof Street aufsuchen und erhält einen guten Blick über die Stadt und einen Teil der Bahai-Gartenanlage.

Haifa besitz die (aktuell) einzige U-Bahn in Israels. Im Grunde ist es eine Standseilbahn, die es ermöglicht, ca. 300 Meter Höhenunterscheid zu überwinden. Dazwischen liegen die Haltestellen am Rande des Zentrums. Die Bedeutung der Bahn für den Personenverkehrt ist heute gering. Im Rahmen eine geplanten Metro-Bus-Linie könnte sich hier in Zukunft jedoch eine Veränderung ergeben, da die U-Bahn-Endstation eine Haltestelle der neuen Buslinie sein wird.

 

Bergauf-Bergab in Haifa

Im Rahmen meines Aufenthaltes sind mir viele russisch sprechende Personen und russische Geschäfte aufgefallen. Teilweise waren in kleinen Lebensmittelläden die Preise auch in Rubeln ausgeschrieben.

Einige Israelis  antworten auf die Frage, warum sie noch nie in Haifa gewesen sind mit: „Ich war zweimal da, aber es war geschlossen“. Haifa ist eine ganz normale Stadt. Es fehlt an Glanz und Besonderem. Haifas gilt als „Arbeiterstadt“, was sich daran zeigt, dass hier am Shabba öffentliche Verkehrsmittel fahren.

Trotz des Arbeiterimages bietet Haifa mehrere interessante Kunstmuseen. Darüber hinaus findet man das lohnenswerte „Israelisches Nationalmuseum für Wissenschaft, Technik und Raumfahrt“. Das „Clandestine Immigration and Naval Museum“ ermöglicht es, alte U-Boote und maritime Militärtechnik zu besichtigen.

 

Kunst und Arbeit
Hof HaCarmel – Carmel Beach

Hof HaCarmel – Carmel Beach

20 Minuten südlich des Stadtzentrums Haifas befindet sich einer der besten Strände Israels. Zumindest wenn man Reiseführern Glauben schenken möchte. Auf den ersten Blick erschließt es sich nicht, warum dieser Strand etwas Besonderes ist.Eine Promenade, drei bis fünf Meter (angelegter) Sand und anschließend Wasser.


Warum dieser Strand sich großer Beliebtheit erfreut zeigt sich beim Blick auf die andere Seite des Sandstrandes.
Restaurants, Bars und „Saftstände“ säumen das Ufer. Alle 100 Meter stehen Toiletten und Duschen zur kostenlosen Verfügung. Hinter den Lokalen sind kleine Parks und Rasen auf kleinen Hügeln bzw. Dämmen angelegt. An mehreren Stellen sind Spielplätze für Kinder und „Sportmöglichkeiten“ für Erwachsene verfügbar.


Die Promenade ist mehrere Kilometer lang und breit. Jogger können sich ohne größere Behinderungen bewegen. Radfahren ist neben der Promenade möglich.
An Wassersportarten wird Windsurfing und Kite-Surfing angeboten. Beachvolleyballfelder sind angelegt.


Vom Strand aus sind die Haifa Mall und Castra Mall fußläufig erreichbar. Kleidung, Computer-Zubehör, Kosmetik und Lebensmittel werden angeboten. Die Malls sind vorwiegend von Einheimischen besucht. Auf Touristen sind die Geschäfte nicht ausgelegt.
Die Orientierung ist etwas schwierig, da die Beschriftungen ausschließlich auf Hebräisch erfolgen.
Der Bahnhof Haifa Ḥof HaCarmel und der Strand sind durch einen kleinen Tunnel verbunden. Vor dem Bahnhof befindet sich der Busbahnhof, welcher neben Stadtbussen ebenfalls von Überlandbussen angefahren wird.
Im Israel-Libanon Konflikt von 2006 endeten an diesem Bahnhof alle Zugverbindungen, nachdem das Bahndepot in Haifa von einer Rakete getroffen wurde.

Unterwegs in Tel Aviv und Israel (Transportmittel)

Unterwegs in Tel Aviv und Israel (Transportmittel)

Israel (allgemein)
Wer keine Reise mit einem Touristenbus buchen möchte, kann im wesentlichen auf Taxi, Überlandbus und Zug zurückgreifen. Die Wahl des Transportmittels ist wesentlich vom Ziel beeinflusst. Küstennah empfiehlt sich der Zug. Nach Jerusalem der Überlandbus.

Es ist nahezu unmöglich mit dem Zug nach Jerusalem zu gelangen.  Wer aufgrund von Sicherheitsbedenken vom Überlandbus Abstand halten möchte, sollte sich für ein Sherut Taxi entscheiden. Diese sind wesentlich billiger als „echte“ Taxis und bisher ist kein Anschlag auf ein Sherut bekannt.


Tel Aviv
Tel Aviv erhält in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine U-Bahn. Der Spatenstich ist erfolgt. Bis zur Fertigstellung ist das öffent liche Transportnetz eher als touristenunfreundlich zu bezeichnen.

Busbahnhof / Metrobaustelle / Taxi & Bus

Fahrrad:
Positiv wäre es, wenn man als Tourist die Leihfahrräder nutzen könnte. Dieses ist kaum möglich, da diese zur Registrierung eine israelische E-Mail Adresse oder eine israelsishe Handy-Nummer verlangen. Wer keine Leihkarte über sein Hotel beziehen kann, ist praktisch von der Nutzung ausgeschlossen.

Bus:
Die Buslinien scheinen alle interessanten Orte in Tel-Aviv zu verbinden. Wer hier auf entgegenkommende Fahrer hofft, wird eine Enttäuschung erleben. Kein Hebräisch = keine Möglichkeit ein Ticket zu kaufen oder Fragen zu stellen.

Taxi:
Normale Taxis: Jeder Taxifahrer scheint Englisch zu sprechen. Grundsätzlich werden zwei Optionen angeboten. Entweder den Buchpreis für typische Strecken (zum Flughafen, zum Busbahnhof) zahlen oder das Taximeter wird angeschaltet. Der Buchpreis ist kaum zu gebrauchen, da das Buch auf Hebräisch geschrieben ist und Touristen somit Gefahr laufen, einen „Mondpreis“ genannt zu bekommen.
Sherut-Taxis: Sheruts sind Sammel-Taxis bzw. Kleinbusse. Diese verkehren nicht ausschließlich in den Städten sondern verbinden ebenso verschiedene Städte miteinander. Sheruts werden überwiegend von Palistinänsern betrieben und ermögichen somit die Fahrt in die palistinänischen Autonomiegebiete. Die meisten Sheruts haben feste Abfahrtspunkte und eine Art Fahrplan. Mit etwas Glück findet sich ein englischsprachiger Fahrer (Frauen habe ich weder in Sheruts noch in „echten Taxis“ als Fahrerinnen gesehen).

Zug:
Die Bahnhöfe Tel Avivs liegen für Touristen ungünstig, weit vom Strand entfernt. Es verkehren Doppelstockzüge. Innerhalb Tel Avivs besteht die Möglichkeit an den Haltestellen HaHagana (Hauptbahnhof), Ha Shalom (Einkaufszentrum Azrieli Mall) und  Universität ausstiegen. Der Flughafen ist mit dem Zug innerhalb von ca. 15 Minuten zu erreichen.  Eine weitere mögliche Station ist Bnei Brak. Diese gehört zum Industriegebiet und bietet somit keinen vernünftigen Grund zum Aussteigen.


Jerusalem:
Eine Fahrt nach Jerusalem ist aktuell mit mindestens 40 Minuten Stau verbunden. Die Regierung investiert aktuell in den Ausbau der großen Zubringerstraßen und möchte somit die Stauzeit um geschätzte zehn Minuten reduzieren.

Da es keine direkte Zugverbindung in das Stadtzentrum Jerusalems gibt, habe ich mich für den Überlandbus entschieden. Vom Busbahnof verkehrt eine Straßenbahn zum Stadtzentrum. Persönlich bin ich die ca. 3,5 km gelaufen um zumindest ein weniger „Pilgerfeeling“ zu erhalten und etwas von der Stadt (dort wo tatsächlich die Menschen wohnen und arbeiten) zu sehen.
In Jerusalem ist zu beachten, dass der Sabbat ernst genommen wird. Am Sabbat hat man es schwer, eine Transportmögichkeit zu nutzen.