Einkaufen in Ulaanbaatar

Einkaufen in Ulaanbaatar

Unseren Zwischenstopp in Ulaanbaatar nutzen wir zum Auffüllen unseres Reiseproviants und verknüpften dieses mit dem Besuch mehrerer Kaufhäuser.

Unsere erste Anlaufstelle, ein kleines Kioskgebäude auf halber Stecke zwischen Hotel und Innenstadt, versorgte uns mit Getränken und Instant-Nudeln für die Fahrt.
In einem Tante-Emma-Laden im Wohngebiet der Stadt haben wir uns einen Überblick über das „normale Einkaufsleben“ der Bewohner verschafft. 90 Prozent der angebotenen Artikel waren uns bekannt. Dort ist alles zu kaufen, was in Deutschland beispielsweise in einem Bahnhofsgeschäft angeboten wird. Teilweise in den deutschen Verpackungen. Milka-Schokolade, Haribo und deutsches Bier sind einige Beispiele.

Auf der oberhalb des Klosters Gandan verlaufenen Ard Ayush Avenue bieten moderne Einkaufszentren den Bewohnern der Stadt ein vollumfängliches Einkaufssortiment.

In der Peace-Street findet sich das größte Warenhaus der Stadt, das 2009 renovierte „Ich Delgur“. Schräg gegenüber eröffnete vor einigen Jahren eine weiteres Warenhaus, das Tushig oder Ulaanbaatar. Im Tushig ist gerüchteweise das Sortiment etwas geringer, dafür weniger Gedränge und bessere Preise.

Das „Ich Delgur“ bietet auf fünf Etagen eines mit Karstadt vergleichbaren Sortiments. Erkennbar ist die Entwicklung zum Hochpreissegment. Im Erdgeschoss finden sich Flag-Ship Stores nahezu aller bekannten Weltmarken der Kosmetik- und Schmuck-Branche. Der hintere Teil des Erdgeschosses beinhaltet eine gut sortierte Lebensmittelabteilung. Außergewöhnlich ist hier ein großer Edelstahltank für Kwas. Kwas hatte bei mir bisher nur einen Bezug zu Russland. In den nächsten Etagen finden sich Textilien, Möbel und  hochwertigen Elektronik. Einen Blick wert ist die Outdoor-Abteilung, welche allerlei nützliche Dinge für eine Tour durch die Mongolei bereithält. Touristen zieht es unters Dach. Dort ist ganzes Stockwerk Souvenirs und Mitbringsel und traditioneller Kleidung gewidmet.

In der Sukhbaatar Straße befindet sich eine Mall des METRO Handelsunternehmens. Diese besuchten wir nicht. Das Sortiment ist mit dem deutschen Sortiment vergleichbar und nicht auf die Gegebenheiten des Landes angepasst. Ein bemerkenswerter Nebeneffekt ist, dass die Homepage der Mall auf Englisch betrieben und der Bezug zum Land nicht erkennbar ist. Im Januar, bei minus 26 Grad Celsius, werden auf der Internetseite Bikinis, Badehosen und Badeanzüge angeboten. Meiner Vermutung nach handelt es sich um das Angebot von METRO-Australien.

Drei weitere Einkaufszentren sind in bzw. neben den leicht erkennbaren Hochhäusern und Hotels des Chinggis Hotels, des Grand Plazas und des Ramada Hotels besuchbar. Das größte Einkaufszentrum, das Sky Center, ist unmittelbar beim Chinggis Hotel untergebracht. Überteuerte Preise und Koreaner, so unser Eindruck. Das gesamte Angebot scheint auf Koreaner ausgelegt.

Im Bürohochhaus Grand Plaza sind die unteren sechs Etagen an Fachgeschäfte und Boutiquen vermietet. Die einzelnen Landenflächen sind durch Glaswände getrennt. Dem Gebäude ist anzumerken, dass es als Bürogebäude konzipiert wurde. Persönlich gefällt mir diese Art an Geschäften nicht. Bemerkenswert ist der Gegensatz zwischen teuren und günstigen Geschäften auf den gleichen Etagen.

Gegenüber des Grand Plaza befindet sich das Luxus-Kaufhaus der Stadt. Das Maxmall im Gebäude des Ramada Hotels.

 

Wangfujing-Straße

Wangfujing-Straße

Die Wangfujing-Staße (nahe der verbotenen Stadt) ist eine der bekanntesten und wichtigsten Einkaufsstraßen Pekings. An beiden Enden dieser Fußgängerzone befinden sich große Einkaufzentren. Links und rechts der Straße befinden sich Boutiquen aller international bekannten Designer, sowie der größten inländischen Handelsketten. Selbstverständlich fehlen hier nicht die großen internationalen Fast-Food-Anbieter und Peking-Duck, sowie größere Chinesische-Restaurantketten.

Kleinere Geschäfte verkaufen Souvenirs und dazu passende Gegenstände. Der Volksmund würde es als Nippes bezeichnen. Bezieht sich der Begriff Nippes (der Wortbedeutung nach) auf Kunstgegenstände, trifft der Begriff nicht zu. Es handelt sich vorwiegend um Plastik-Massenwaren. Hin und wieder sind Geschäfte mit tatsächlicher Kunst (wenngleich immer noch für den breiten Markt) zu finden.

Mittig der Straße befindet sich der Beijing Department Store. Dieser ist von außen leicht durch einen Turm (mit etwas Ähnlichkeit zu Big Ben) zu erkennen. Vis-a-vis befindet sich der Foreign Languages Bookstore. Neben CDs, DVDs und einem Kaffee kann man dort tatsächlich Bücher zu kaufen. Dabei haben die meisten Bücher einen engen Bezug zur China. Chinesische Geschichte, chinesische-Kochbücher und Sprachkurse dominieren das Angebot.

Am südlichen Ende der Fußgängerzone befindet sich die U-Bahn Station Wangfujing Subway.

Das nördliche Ende der Fußgängerzone bildet die bronzene Statue eines traditionell gekleideten chinesischen Mannes, welcher eine Rikscha zieht. Vor der Rikscha bildet sich gewöhnlich eine lange Schlange von offensichtlich Touristen, um sich in der Rikscha fotografieren zu lassen. Wie in der verbotenen Stadt war auch hier mein Vater ein beliebtes Fotomotiv.

Neben der eigentlichen Wangfuging-Straße verläuft westlich die Wangfujing snack street. Kleine Stände verkaufen Essen „auf die Hand“ bzw. zum Essen am Stand. Natürlich ist es hier Menschenüberladen. Vorwiegend essen dort Einheimische. Für ein Restaurant bzw. einen Imbisstand ist dieses immer ein gutes Zeichen. Als problematisch erweist sich, dass kaum jemand Englisch spricht. Somit ist es teilweise schwer zu erkennen, was nun genau an Essen verkauft wird. Frittierter Seestern, frittierte Seepferdchen am Spieß oder Skorpion sind zwar mit bloßem Auge zu erkennen. Eine Erklärung, welche Teile man davon essen kann, oder nicht, wäre hilfreich. Ich habe kaufte mariniertes Rindfleisch am Spieß. Mein Vater ist bzw. war der Überzeugung, dass es sich um Hundefleisch handelte. Was es auch war, es hat zumindest geschmeckt und keiner von uns ist daran erkrankt.

Der Empfehlung eines Reiseführers folgend besuchten wir auch „The Malls at Orient Plaza“. Diese Mall ist tatsächlich außergewöhnlich. Sie war nahezu menschenleer.