The Ghan – von Darwin nach Adelaide

Etwas aufgeregt war ich, als ich auf dem Internationalen Flughafen von Melbourne in den Qantas-Flieger nach Darwin stieg. Vier Stunden Ungewissheit, was mich wohl erwartet.

Nun, der Flug war ruhig und der Airport-Shuttle brachte mich vor das Hotel. Diese sah aus wie ein Motel; und hatte im Gegensatz zu sonst in Australien eine Dusche mit beweglichem Duschkopf.

Darwin ist schnell erforscht. Aufgefallen sind mir die vielen dunkelhäutigen Menschen, offensichtlich Aborigines. Ich machte mich auf die Suche nach dem Shuttlebus zum außerhalb liegenden Abfahrtsbahnhof von The Ghan.

Am nächsten Morgen war ich viel zu früh an der Haltestelle. Mit anderen Bahnreisenden kam ich zum Zielpunkt dieser Fahrt, dem Bahnhof. Dort wartete auch The Ghan. Problemlos war der Wagen gefunden, die Red-Service-Klasse, ein Großraumwagen mit Dusche und zwei WC´s (Anmerkung 2017-die Red-Service-Klasse ist eingestellt).

Bis zum übernächsten Mittag bin ich nun im Zug. Jeweils 2 Sitze sind nebeneinander in Fahrtrichtung neben dem Gang. Knapp 3 Tausend Kilometer mit dem Zug.

Zwischen-Halte gab’s in Katherine (darüber gibt es nichts zu berichten, außer vielleicht meine neue Erfahrung, dass Joe, der Maler und Dichter, wie er sich vorstellte, nicht, wie ich es von Deutschland gewohnt bin, einen Euro wollte, sondern zehn Dollar …) und in Alice Springs.
Ab dieser Station veränderte sich die Sprache im Waggon, es wurde deutsch gesprochen. Viele Ehepaare kehrten nach den Ausflügen zum Uluru nach Adelaide zurück.

Alice Springs ist eine junge Stadt, wurde 1872 gegründet und hat um die 30 Tausend Einwohner. Der Ort ist der größte im Outback und mindestens 1.500 km von der nächsten größeren Stadt entfernt. In den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes ist Alice Springs erwähnt. Die Umgebung erkundigte ich zusammen mit einem Fahrgast aus Italien, zu zweit fühlten wir uns sicher. Der Bahnhof ist ziemlich außerhalb der Stadt.

Mich faszinierte die Landschaft, die für viele ggf. eintönig wirken mag, sehr. Schön waren auch die Nächte, wenn ich wach war.Geschlafen habe ich ich den Liegesitze relativ gut.

Ein Highlight war zwischen Port Augusta und Adelaide das Konzert eines Mitreisenden aus der Schweiz: er beglückte uns mit seinem Alphorn …

Viel zu schnell war Adelaide erreicht, alle strömten aus dem Zug, eilten zum Gepäckwagen, um den Koffer zu bekommen. Vor dem kleinen Bahnhof standen schon Zubringerbusse, entweder zum Airport von Adelaide – so wie für mich. Oder in die Innenstadt zu den Hotels.