Gandan Kloster

Das Gandantegchinlen Kloster (kurz: Gandan Kloster) zählt zu den bedeuteten Klöstern der Mongolei. Das im tibetanischen Stil des Buddhismus erbaute Kloster liegt auf einen Hügel westlich des Stadtzentrums.

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Betritt man das Kloster durch den Haupteingang, sieht man auf der rechten Seite einen etwas abgegrenzten Teil mit zwei Tempeln. Der nordöstliche Tempel – Ochidara Tempel (auch Gandan Süm genannt) wird heute für einen Großteil der wichtigsten Zeremonien genutzt.  Bei geöffneter Tür ist es möglich, daran teilzuhaben.

Gegen 9 Uhr morgens beginnen die Zeremonien der ca. 150 im Kloster lebenden Mönche.

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Folgt man dem Kora(pilger)-Pfad im Uhrzeigersinn um das Gebäude herum, erblickt man eine größere, hinter Glas stehende, Statue. Diese zeigt Tsongkhapa, den Gründer der jüngsten der vier Hauptschulen des tibetischen Buddhismus. In diesem Bereich befindet sich ein kleines zweistöckiges Gebäude, der Didan-Lavran Tempel. Hier hielt sich der 13. Dalai Lahma auf, nachdem er 1904, bedingt durch die Invasion der Britischen Truppen, Nepal verlassen hatte.

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Der Hauptpfad führt an mehreren Stupas vorbei und endet am Migjid Janraisig Süm, der Hauptattraktion des Klosters. Innerhalb des Gebäudes sind an den Wänden hunderte von Abbildungen von Ayush, dem Buddha der Langlebigkeit zu sehen. Domminiert wird der Innenraum jedoch von der 26 Meter hohen Migjid Janraisig Statue. Es handelt sich um die größte Indoor-Staute der Welt. Migjid Janraisig (Sanskrit: Avalokiteshvara) ist die Bodhisattva (Erleuchtungswesen) des universellen Mitgefühls und die Schutzpatronin des Landes Tibets.

DSCN0900Der Bau der Statue wurde 1911 vom achten Bogd Kahn (religiöses Oberhaupt des Buddhismus in der Mongolei) in Auftrag gegeben. Er verband damit die Hoffnung, dass er seine Sehkraft zurückbekommen würde, welche er durch eine Syphilis-Erkrankung zu verlieren drohte. 1937 wurde diese Statuen von den Sowjets abgebaut, eingeschmolzen und Patronen daraus gegossen.

1996 wurde, mit Hilfe von Spendern aus Nepal und Japan, die neue Staute aufgestellt. Die Statue ist aus Kupfer gefertigt und mit Blattgold überzogen. Es handelt sich um einen Hohlkörper, welcher mit 27 Tonnen medizinischer Kräuter gefüllt ist (334 Sutras (einprägsame Lehrtexte) und zwei Millionen Bündeln mit Mantras).

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Im Osten des Tempels befindet sich ein College für buddhistische Philosophie. Dieser Gebäudekomplex beinhaltet auch ein gelbes Gebäude, welches Kalachakra (eine Art Yogatantra) gewidmet ist. Die im Westen des Klostergeländes gelegene und 1970 gegründete Öndör Gegeen Zanabazar Buddhist University ist für Besucher nicht zugänglich.

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Im Rahmen unseres Besuches konnte ich (Christoph) einige Besucher beobachten, welche  einen unscheinbaren Pfahl umrundeten, diesen dabei berührten und eine Art Lied summten.
Etwas Ähnliches habe ich (Christoph) im Rahmen meiner Weltreise (ich war u.a. in Nepal) nicht gesehen und konnte auch keine weiteren Informationen darüber finden.