Unterwegs in Tel Aviv und Israel (Transportmittel)

Israel (allgemein)
Wer keine Reise mit einem Touristenbus buchen möchte, kann im wesentlichen auf Taxi, Überlandbus und Zug zurückgreifen. Die Wahl des Transportmittels ist wesentlich vom Ziel beeinflusst. Küstennah empfiehlt sich der Zug. Nach Jerusalem der Überlandbus.

Es ist nahezu unmöglich mit dem Zug nach Jerusalem zu gelangen.  Wer aufgrund von Sicherheitsbedenken vom Überlandbus Abstand halten möchte, sollte sich für ein Sherut Taxi entscheiden. Diese sind wesentlich billiger als „echte“ Taxis und bisher ist kein Anschlag auf ein Sherut bekannt.


Tel Aviv
Tel Aviv erhält in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine U-Bahn. Der Spatenstich ist erfolgt. Bis zur Fertigstellung ist das öffent liche Transportnetz eher als touristenunfreundlich zu bezeichnen.

Busbahnhof / Metrobaustelle / Taxi & Bus

Fahrrad:
Positiv wäre es, wenn man als Tourist die Leihfahrräder nutzen könnte. Dieses ist kaum möglich, da diese zur Registrierung eine israelische E-Mail Adresse oder eine israelsishe Handy-Nummer verlangen. Wer keine Leihkarte über sein Hotel beziehen kann, ist praktisch von der Nutzung ausgeschlossen.

Bus:
Die Buslinien scheinen alle interessanten Orte in Tel-Aviv zu verbinden. Wer hier auf entgegenkommende Fahrer hofft, wird eine Enttäuschung erleben. Kein Hebräisch = keine Möglichkeit ein Ticket zu kaufen oder Fragen zu stellen.

Taxi:
Normale Taxis: Jeder Taxifahrer scheint Englisch zu sprechen. Grundsätzlich werden zwei Optionen angeboten. Entweder den Buchpreis für typische Strecken (zum Flughafen, zum Busbahnhof) zahlen oder das Taximeter wird angeschaltet. Der Buchpreis ist kaum zu gebrauchen, da das Buch auf Hebräisch geschrieben ist und Touristen somit Gefahr laufen, einen „Mondpreis“ genannt zu bekommen.
Sherut-Taxis: Sheruts sind Sammel-Taxis bzw. Kleinbusse. Diese verkehren nicht ausschließlich in den Städten sondern verbinden ebenso verschiedene Städte miteinander. Sheruts werden überwiegend von Palistinänsern betrieben und ermögichen somit die Fahrt in die palistinänischen Autonomiegebiete. Die meisten Sheruts haben feste Abfahrtspunkte und eine Art Fahrplan. Mit etwas Glück findet sich ein englischsprachiger Fahrer (Frauen habe ich weder in Sheruts noch in „echten Taxis“ als Fahrerinnen gesehen).

Zug:
Die Bahnhöfe Tel Avivs liegen für Touristen ungünstig, weit vom Strand entfernt. Es verkehren Doppelstockzüge. Innerhalb Tel Avivs besteht die Möglichkeit an den Haltestellen HaHagana (Hauptbahnhof), Ha Shalom (Einkaufszentrum Azrieli Mall) und  Universität ausstiegen. Der Flughafen ist mit dem Zug innerhalb von ca. 15 Minuten zu erreichen.  Eine weitere mögliche Station ist Bnei Brak. Diese gehört zum Industriegebiet und bietet somit keinen vernünftigen Grund zum Aussteigen.


Jerusalem:
Eine Fahrt nach Jerusalem ist aktuell mit mindestens 40 Minuten Stau verbunden. Die Regierung investiert aktuell in den Ausbau der großen Zubringerstraßen und möchte somit die Stauzeit um geschätzte zehn Minuten reduzieren.

Da es keine direkte Zugverbindung in das Stadtzentrum Jerusalems gibt, habe ich mich für den Überlandbus entschieden. Vom Busbahnof verkehrt eine Straßenbahn zum Stadtzentrum. Persönlich bin ich die ca. 3,5 km gelaufen um zumindest ein weniger „Pilgerfeeling“ zu erhalten und etwas von der Stadt (dort wo tatsächlich die Menschen wohnen und arbeiten) zu sehen.
In Jerusalem ist zu beachten, dass der Sabbat ernst genommen wird. Am Sabbat hat man es schwer, eine Transportmögichkeit zu nutzen.