Von Ulaanbaatar bis zur Grenze

Abfahrt

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Von der Hauptstadt Ullanbaatar ging es mit der transmongolischen Eisenbahn weiter.

Mongolische Züge

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In vielen Reiseberichten ist nichts gutes über die Züge der Mongolischen Eisenbahn zu lesen. Wir können dieses jedoch nicht bestätigen. Möglicherweise sind die Züge tatsächlich älter und weniger modern, jedoch wird von den Mitarbeitern deutlich mehr Wert auf Sauberkeit und das „Wohlbefinden der Reisenden“ gelegt.

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Auch das WC war diesesmal in einem deutlich besseren Zustand – im Vergleich zum vorherigen chinesischen Zug.

 

Bahnhöfe unterwegs

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Die Zwischenstationen sind kaum der Rede wert. Offiziell hält die Eisenbahn in Erdenet, Darchan und Süchbaatar. Erdenet ist die zweitgrößte Stadt und Darchan die drittgrößte Stadt der Mongolei. Nun können wir die Städte nur nach deren Bahnhöfen beurteilen, danach scheint es jedoch keine Notwendigkeit zu geben sich, die Städte genauer anzusehen.

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Die Zwischenstation und Haltezeiten können -wie in den anderen Zügen auch- einem Aushang entnommen werden. Hier ist jedoch darauf zu achten, welche Zeit den Reverenzrahmen bildet (Moskau-Zeit, Peking-Zeit oder Orts-Zeit).

Abfahrt aus Ullanbaatar

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Ullanbaatar ist schnell verlassen. Nach ca. 10 Minuten hat man die Stadt hinter sich gelassen.

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Entlang am Fluss

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Lange folgt die Bahnstrecke einem Fluss. Das Wasser ist klar und hin und wieder sind Angler zu sehen. In der Mongolei gibt es etwa 1.200 Flüsse mit einer Gesamtlänge von fast 70.000 km. Es ist jedoch fraglich, wie lange dieses noch der Fall seien wird. Die Desertifikation der Gewässer ist ein großes Problem. Laut den letzten Angaben (aus 2007) sind 852 der Flüsse und Bäche und mehr als 1000 der Seen ausgetrocknet oder verschwunden.

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Es ist nicht verwunderlich, dass alle Flüsse der Mongolei im Winter zufrieren, bedenkt man die klimatischen Bedingungen.

Strecken-Impressionen

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In einigen Reiseführern steht geschrieben, die Strecke wäre eintönig und eher langweilig. Man kann dieser Meinung sein, wenn man auf spektakuläre Landschaftsformationen und Städte am Streckenrand hofft. Im Grunde schaut man lange Zeit nur auf „grün“. Persönlich haben wir die Weite und die verschiedenen Grünschattierungen jedoch sehr angenehmen und beruhigend empfunden.

Es gibt immer etwas zu entdecken

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Das geübte Auge kann immer wieder Tiere und kleine Jurten am Horizont erkennen. Ebenso kann man eine große Anzahl an Greifvögeln beobachten (jedoch aus der Bahn nicht gut fotographieren). Die großen Flächen lassen es dabei zu, dass man sich langsam einem „entdeckten“ Punkt nähert und sich anschließend wieder davon „entfernt“. Es mag Menschen geben, die mit der Bahn fahren um anzukommen – für dieses ist es sicherlich quälend lange. Wer jedoch mit der Bahn fährt um „zu schauen“ und “ unterwegs zu sein“, der wird an der Mongolei seinen Gefallen finden.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Transmongolischen Eisenbahn

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Die in 1520-mm-Breitspur trassierte Strecke wickelt etwa 90 % des Warenverkehrs mit den Nachbarstaaten ab. In der Mongolei ist die Strecke (der größte Teil) eingleisig . Somit begegnet man langen Güterzügen an Bahnhöfen und an wenigen Stellen entlang der Stecke. Grundlegend konnten wir drei wesentliche Wagontypen immer wieder beobachten. Öl, Holz und (leere) Kohlewagen.

Urbanisierung

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Immer mehr „Nomaden“ lassen sich in den letzten Jahren nieder. Das bedeutet, dass ein Stück Land gekauft und dort die Jurte errichtet wird. Nach und nach, wenn es die finanziellen Mittel zulassen, wir ein Haus gebaut. Auf unsere Fahrt sind uns immer wieder massive Holzzäune zur Grundstücksbegrenzung aufgefallen. In vielen Fällen war jedoch eine Seite (meistens hangabwärts) offen. Es konnte uns jedoch niemand erklären, ob dieses z.B.  dem Wind oder dem Schneefall geschuldet ist. Während der Zugfahrt sind wir mit einigen Mongolen ins Gespräch gekommmen. Niemand konnte uns erklären, warum die Grundstücke immer so massiv eingezäunt sind, während es im Land sonst kaum Zäune, Wände, Wälle etc. gibt.

Es wird Abend

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Gegen Abend verändern sich Landschaft und Licht. Das eher orange Abendlicht bildet mit der nun eher sandigen Steppe ein schönes Bild. Durch das Personal werden Bettbezüge gereicht. Diesmal in einer eigenen (verschlossenen) Plastiktüte. Die Bettbezüge sind frisch aus der Reinigung und sauber. Jedoch ist allen Reisenen klar, dass die Nacht kurz sein wird, da um 2 Uhr nachts der Grenzübergang nach Russland bevorsteht.

Grenzübgergang

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Kurz vor der Grenze fährt man durch´s Niemandsland. Ohne jegliche Lichtverschmutzung ist dies eine hervorragende Möglichkeit nach Sternen und der Milchstraße zu schauen. Es ist ein spektakulärer Ausblick. Insbesondere das Sternbild „Großer Wagen“ hängt tief über dem Land.

Wir wurden vor dem Grenzübertritt von den monglischen Staatsangehörigen vorgewarnt, dass es in Russland sehr streng zugehen würde. Für „uns Europäer“ war es jedoch „leicht“; lediglich die nachtschlafende Zeit störte alle Reisenden gewaltig.

Im Zug mussten alle Abdeckungen geöffnet werden. Schlafen war verboten und alle Mitreisenden mussten sich auf die unteren Betten setzen.

Auf nach Russland

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Zur Grenzkontrolle:
Ausweiskontrolle, Gepäck vorzeigen, Zoll-Formular abgeben. Nach ca. 30 Minten mussten wir unser Gepäck vorzeigen (in unsere Taschen wurde nicht geschaut – in die Taschen der Mongolen schon). Nach ca. 10 Mintuen ging ein Hundeführer mit Hund durch den Zug. Weitere 20 Minuten später lief (vermutlich) ein Ärztin mit einer Wärmebildkammera durch den Zug und filmte uns ab. Wir gehen davon aus, dass nach Fieber-Erkrankungen gesucht wurde.

Die Grenzerinnen waren junge russische blonde Frauen, die uns gegenüber sehr freundlich und nett waren. Wie man auf den Bildern erkennen kann, liegt die Grenze ziemlich im Niemandsland und die Grenzerinnen und Grenzer sind auch direkt dort untergebracht. Dann auch noch mitten in der Nacht arbeiten – es wundert mich nicht, wenn die Damen und Herren auch mal schlechte Laune haben.
Aber auch hier gilt: ist man selber nett und freundlich, bekommt man dieses auch zurück.