Warschau / Polen

Unsere letzte „Auslandsstation“ führte uns nach Polen.

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Warschau ist die neuntgrößte Stadt der Europäischen Union und eines der wichtigsten Wirtschaftszentren in Mittel- und Osteuropa. Darüber hinaus kommt Polens Hauptstadt auch eine große kulturelle Bedeutung zu. Touristisch dürfte die gut erhaltene historische Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) das Hauptargument für einen Besuch bilden.

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Große Reiseportale loben Warschau jedoch auch für das kulturell Angebot und die Aufbruchsstimmung in der Stadt. Es sei eine der 10 Städte, wo man unbedingt gewesen sein soll. Um es gleich vorwegzunehmen, „das“ können wir nicht bestätigen.

Die Hauptstadt Polens war lange als „graue Stadt“ verschrieen. Das ist jedoch ein Irrglaube. Fast 25% der Stadtfläche besteht aus Grünanlagen. Darüber hinaus bieten sich an der Weichsel viele Plätze zum Ausruhen und Entspannen an.

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Die Stadt selbst hat eine lange und faszinierende, aber auch tragische Geschichte. Als Tourist wird man automatisch immer mit den Zweiten Weltkrieg und mit dem Warschauer Ghetto konfrontiert werden. Der Warschauer Aufstand hat für die einheimische Bevölkerung immer noch einen sehr hohen Stellenwert. Die kommunistischen Zeiten haben die meisten Bewohner noch selbst erlebt und sind durch viele Gebäude unverkennbar im Stadtbild zu finden. Herausragendes Beispiel (im wahrsten Sinne des Wortes) ist der 230 Meter hohe Kulturpalast.

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Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist der ältestes Stadtteil , die Altstadt, Stare Miasto. Die Wurzeln dieses Stadtteils gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück und bilden das historische Zentrum von Warschau .

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Auf der Gemarkung des heutigen Königschlosses wurde zunächst eine Burg durch dem Vorläufer des die Herzöge von Masowien errichtet. Im Rahmen des Baus der Burg entstanden die ersten Ansiedelungen. Einher gehend mit dem Bau der Burg wurde auch schnell eine Stadtmauer errichtet. Im Inneren der Stadtmauer siedelten sich die reichsten Bürger der Stadt an. Die Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg zum Großteil (zu etwa 90%) zerstört. Die heutige Altstadt ist somit „nur“ eine Rekonstruktion der früheren Stadt.

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Ausgangspunkt für eine Besichtung der Altstadt dürfte für die meisten Touristen der Schlossplatz (Plac Zamkowy) sein, von der Vorderseite vom Königsschloss sein. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist dieser gut zu erreichen und auch eine beliebte Haltestelle der Touristenbusse. Ebenso ist es Startpunkt der meisten Stadtführungen.

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Auf dem Schlossplatz findet man die 22 Meter hohe Sigismundsäule. Bereits 1644 wurde die Statue von Sigismund III aufgestellt. König Sigismund der III ist dafür verantwortlich, dass Warschau die Hauptstadt Polens wurde.
Im Herzen der Altstadt findet sich der Marktplatz (Rynek Starego Miasta). Dieser wurde im 13. Jahrhundert auf einer 90 x 73 Meter großen Fläche errichtet. Heutzutage findet man am Marktplatz hauptsächlich Restaurants und Cafés, welche vorwiegend polnische Spezialitäten anbieten. Selbstverständlich mit einem Touristen-Aufschlag. Seit 1855 befindet sich auf dem Marktplatz eine bronzene Skulptur, die das Warschauer Stadtwappen (Syrenka) darstellt. Bis 1811 stand an gleicher Stelle noch das Rathaus der Stadt.

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Die Neustadt (Nowe Miasto) schließt sich direkt an die Altstadt an. Als Tourist folgt man am besten der Ulica Freta (Fretastraße), da sie sich durch die gesamte Neustadt zieht. Es empfiehlt es sich am Ende bis zum Plac Krasinkich weiterzugehen. Von dort aus kann man durch den dortigen Park (Ogrod Krasinskich) zur Metrostation Ratusz Arsenal gelangen. In der Neustadt findet man deutlich weniger Sehenswürdigkeiten. 3 Kirchen und der Sapieha Palast bilden die architektonischen Highlights der Strecke.

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Warschau bietet alle Museen, die man von einer Hauptstadt erwartet (Archäologisches Museum, Naturkunde Museum, Historische Museum, Technisches Museum, Kunst … etc). Darüber hinaus sind Chopin, Kopernikus und Curie noch eigenen Museen gewidmet.

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Für viele Besuche dürften jedoch die Museen zum Warschauer Ghetto, des Warschauer Aufstands und das Polin –das Museum der Geschichte der polnischen Juden- auf der Besucherliste ganz oben stehen.

Das damalige Warschauer Ghetto erstreckte sich, grob gesagt, zwischen den Straßen: Okopowa und Zelazna (im Westen), Stawki (im Norden), Andersa (im Osten) und Sienna (im Süden). In diesem Bereich findet man auch einige Sehenswürdigkeiten, die an die damalige Zeit erinnern.

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Das Denkmal des Warschauer Aufstandes findet man vor dem Gebäude des „Obersten Gerichts“ Polens.

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Dabei ist die Fassade des Gerichts mit in das Denkmal integriert. Die Fassade wird von Säulen geschmückt, welche in lateinischer und polnischer Sprache die Grundlagen des „europäischen / römischen Rechtsverständnis“ wiedergeben.

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